Bei strahlendem Sonnenschein genossen die LandFrauen Heide und Umgebung ein buntes Programm.
Der 1. Programmpunkt begann schweinisch auf Lödings Spargelhof, denn auf diesem Hof wird auch Schweinezucht betrieben. Der alte Herr Löding führte die Gruppe über den Hof zu dem offenen
Naturklima-Strohstall und erzählte begeistert und stolz von der Planung und Entwicklung des großen taghellen Stalles, in dem nur 150 Schweine auf Stroh leben und sich sichtbar wohlfühlen. Deshalb
wurde dieses Stallkonzept mit dem Hauptziel: „Bestmögliche tiergerechte Haltung“ auch von der EU, dem Bund und dem Land Schleswig-Holstein gefördert.
Auf dem Hofgelände mit mehreren Zelthallen für die Gastronomie und einem großen Außenbereich steht der „Turmbau zu B“, ein Kunstprojekt Größenwahn – Babylon ist überall. Der an dem
Kunstprojekt beteiligte Künstler Christof Müller informierte über das Projekt: 4 Künstler haben den 11m hohen Turm geschaffen. Sie wollen mit der Installation Gespräche und Diskussionen anregen
über Themen wie Wirtschaftswachstum, Globalisierung, Demokratie, Menschenrechte, Klimawandel, Flucht, Vertreibung, Natur, Umwelt und Kunst.
Installationen aus unterschiedlichsten Materialien (Metall/Altmetall, Holz, Plastik, Stein, Styropor und recycelten Materialien) gestalten den „Turmbau zu B.“. Im unteren Teil steht für
Informationen, Dokumentationen (z.B. Videos, Plakate) und Ausstellungen ein 25 m² großer Ausstellungsraum zur Verfügung.
Nach diesen anregenden Ausführungen genoss die Gruppe ein reichhaltiges und vielseitiges Spargelbuffet mit den Produkten des Hofes und nahe liegender Bauernhöfe.
Eine 2 stündige Stadtführung durch die historische Kreisstadt Ratzeburg bot dann Gelegenheit für einen ausgiebigen Verdauungsspaziergang.
Die Altstadt Ratzeburgs liegt auf einer Insel, umgeben von 4 Seen, dem großen Ratzeburger See, dem Großen Küchensee, dem Kleinen Küchensee und dem Domsee. Nur 3 Dämme verbinden die Insel mit dem
Festland. Beeindruckend war die Besichtigung des romanischen Doms, der die Stadtinsel überragt. Selbstverständlich ging der Weg auch entlang des Karl-Adam-Weges zur Ruder Akademie und entlang der
traumhaft gelegen Jugendherberge am Ratzeburger See. Ratzeburg ist bekannt als die Hochburg des Rudersportes, seitdem der Achter 1960 bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille
gewonnen hat.
Nach soviel Informationen und Frischluft schloss dieser Tag natürlich mit dem obligaten Kaffeetrinken mit Torte ab.
Bericht: Bärbel Friedrichs